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Ein bekanntes Szenario. Die Lösung: Achtsamkeit

Es ist 8:30 Uhr, Sie sind gerade an Ihrem Arbeitsplatz angekommen. 10 ungelesene E-Mails, 3 davon mit dem Hinweis „dringend“. Um 9:00 Uhr steht das erste Meeting des Tages an. Es soll die neue Stoßrichtung der Unternehmung beschlossen werden. Sie sind federführend und die Präsentation ist noch nicht final. Um 12:00 Uhr geht es zum Lunch mit den Kollegen: es erwartet Sie oberflächlicher Smalltalk und verkrampfte Gespräche mit Vorgesetzten. Anschließend geht es weiter mit einem bunten Mix aus Terminen, Analysen, Gesprächen und Entscheidungen: STRESS und ÜBERFORDERUNG!

Ihnen kommen solche Szenarien bekannt vor? Der Stress, der schon beim Lesen dieser Zeilen in Ihnen aufkommt, begleitet Sie tagtäglich im Büro und folgt Ihnen sogar bis nach Hause – ins Privatleben? Dann sollten Sie sich mit dem Thema Achtsamkeit vertraut machen. Ein Glück, dass Sie auf diesen Beitrag gestoßen sind: Wir zeigen Ihnen, was es mit Achtsamkeit auf sich hat und was die Anwendung jedem Einzelnen und Unternehmen bringen kann.

 

Die Arbeitswelt verändert sich

Die veränderten Rahmenbedingungen der Businesswelt äußern sich unter anderem in hohen Veränderungsgeschwindigkeiten (z.B. werden Zyklen immer kürzer), dem Wegfall vieler Arbeitsplätze, der zunehmenden Digitalisierung und Globalisierung sowie technologischen Erneuerungen. Infolgedessen kommt es nicht selten zu gesundheitlichen Risiken. Die Themen Stress, Fehlzeiten, steigende Burnout-Fälle, Fluktuation und mangelnde Mitarbeitermotivation sind unmittelbar mit von der Partie. Hiervon sind bereits viele Angestellte betroffen – Tendenz steigend.

Die Auswirkungen dieser Veränderungen sind allgegenwärtig: Ein hoher Druck bei der Arbeit durch z.B. Hetze von Termin zu Termin, (digitale) Informationsflut, zunehmende Konflikte am Arbeitsplatz und eine fehlende Work-Life-Balance.

Diese Herausforderungen und Umbrüche werden künftig weiter zunehmen. Es müssen also wirksame Gegenmaßnahmen realisiert werden, um wieder einen (inneren) Ausgleich herstellen zu können. Achtsamkeit ist eine davon.

 

Was ist Achtsamkeit

Achtsamkeit erlaubt uns, dieses eigene Erleben ohne Scheu zu betrachten und mit dem zu sein, was gerade da ist, unabhängig davon, wie schwierig es ist“ (MBSR-Verband).

Achtsamkeit ist ein (Bewusstseins-)Zustand, der es erlaubt, jede äußere und innere Erfahrung im gegenwärtigen Moment vorurteilsfrei wahrzunehmen und zuzulassen. Das betrifft also auch sämtliche Gedanken und Gefühle. Es bedeutet, sich auf den gegenwärtigen Moment einzulassen und die Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind, ohne dass sie Entscheidungen negativ beeinflussen. Wer achtsam ist, nimmt wahr, greift nicht ein und will auch nichts erreichen.

Bei Achtsamkeit geht es darum, den Geist und das Bewusstsein zu schulen. Man übt sich darin, aufmerksam mit den eigenen Gedanken, Gefühle und dem eigenen Körper umzugehen. So kann sich ein tiefes Verständnis für das eigene Sein und den Umgang mit der Welt entwickeln. Dies ist die Voraussetzung, um die eigenen privaten und beruflichen Herausforderungen im Alltag besser zu bewältigen. So zeigt die Achtsamkeitspraxis Wege aus der täglichen Zerstreutheit und dem täglichen Stress.

Dieser Zustand ist in jedem Menschen vorhanden, nur eben in unterschiedlich starker Ausprägung. Genau wie man seine körperliche Fitness im Fitness-Studio trainiert, ist es möglich, den Geist und die emotionale Intelligenz durch Achtsamkeit zu trainieren. So esoterisch und spirituell das Thema im ersten Moment für Sie auch klingen mag, muss es nicht sein – dazu im Verlauf dieses Beitrages mehr. Achtsamkeit hat seinen Ursprung zwar in den buddhistischen Lehren, wurde aber durch viele wissenschaftliche Erkenntnisse angereichert und ist frei von sämtlichen religiösen Weltanschauungen. Es handelt sich lediglich um Geistestraining.

In der Realität können Gedanken und Gefühle aber beunruhigend und manchmal sogar beängstigend sein. Man beginnt über sie nachzudenken, sie zu bewerten und ehe man sich versieht, hält man seinen Gedanken für real und ist mit ihnen identifiziert. Man verliert das innere Gleichgewicht und fühlt sich unwohl, möglicherweise sogar gestresst.

Kein Wunder, denn unser Gehirn ist darauf getrimmt, alle Gedanken, Situationen und Begegnungen zu bewerten. Wieso? Weil das dabei hilft, schnelle Entscheidungen zu treffen. Unglücklicherweise auf Kosten der Wahrnehmungsfähigkeit (Tunnelblick). Um dies zu vermeiden und wirklich achtsam zu sein, sollte man an speziellen Trainings teilnehmen. Wer darüber hinaus die dort erlernten Techniken regelmäßig im Privaten anwendet, erreicht den Zustand von Achtsamkeit einfacher.

 

Achtsamkeitstrainings in Unternehmen

Zwei bekannte Achtsamkeitsprogramme

Derzeit gibt es zahlreiche Anbieter für solche Achtsamkeitstrainings, die in Form von Seminaren, Workshops und Coachings abgehalten werden – für Private aber auch für Unternehmen. Alle haben eins gemeinsam: Die Inhalte basieren auf Wissenschaft und buddhistischen Lehren, die völlig frei von religiösen Weltanschauungen sind.

Das bekannteste Achtsamkeitsprogramm stammt vom Google: Search Inside Yourself (SIY). Dieses wurde bereits 2007 vom Google Ingenieur Chade-Meng Tan initiiert. Tan hat eine Vision, die er mit Hilfe Googles Macht realisieren möchte: Achtsamkeit fördern und die Voraussetzungen für den Weltfrieden schaffen. Der Schlüssel hierzu ist im Wesentlichen die Meditation. Diese und weitere Praktiken hat er gemeinsam mit Wissenschaftlern, wie Jon Kabat-Zinn und Daniel Golemann, in einem Lehrplan (Search Inside Yourself) zusammengetragen. Die Wirksamkeit wurde vielfach wissenschaftlich bewiesen. Durch die Veröffentlichung des Buches mit gleichem Namen, hat er der breiten Masse diesen Lehrplan zugänglich gemacht.

Es war das erste Achtsamkeitsprogramm, welches sich speziell an Firmen und die Businesswelt insgesamt richtete und daher auch nicht auf Esoterik und Spiritualität abzielte. Viel mehr möchte man faktenbasiert Zuhörer und Leser erreichen und Vorurteile abbauen – mit Worten, die Jedermann versteht. Speziell richtet es sich an alle, die im Unternehmen Einfluss auf andere ausüben. Das Besondere bei SIY ist die Kombination aus Achtsamkeit und Stärkung der emotionalen Intelligenz. Dies soll insbesondere dabei helfen, den Umgang mit sich selbst und mit anderen bewusster und besser zu managen. Nicht umsonst zählt Google zu den Unternehmen mit der weltweit höchsten Mitarbeiterzufriedenheit.

Mittlerweile gibt es auch andere Unternehmen die dieses Programm intern anbieten. Bei SAP und Google werden sogar eigene SIY Trainer ausgebildet, die Workshops und Seminare zu diesem Thema in anderen Unternehmen abhalten.

Ein weiteres Achtsamkeitsprogramm ist MBSR (engl.: Mindfulness based stress reduction). Dies ist das wohl prominenteste Beispiel eines Achtsamkeitsprogramms zur Stressreduktion. Es wurde in den 1970er Jahren von Dr. Jon Kabat-Zinn an der Universitätsklinik in Worcester, Ma (USA) entwickelt und geht in der Regel acht Wochen: Man trifft sich einmal pro Woche in der Gruppe und bekommt zudem Übungsaufgaben für zu Hause. Somit eignet sich MBSR für Personen, die zeitlich eher unflexibel sind bzw. nicht ohne weiteres ein/zwei Tage freinehmen können. Das Programm besteht aus meditativen Übungen in Ruhe und Bewegung. Zusätzlich wurde es um wissenschaftlich fundierte Ansätze aus Psychologie und Stressforschung ergänzt. Die Wirksamkeit von MBSR wurde in zahlreichen internationalen Studien untersucht und belegt. Daher wird es weltweit im Gesundheitsbereich, pädagogischen und sozialen Einrichtungen sowie in Unternehmen umgesetzt.

Übungen

Innerhalb solcher Trainings werden verschiedene Techniken gelehrt. Die gängigste ist die Meditation. Auch hierbei unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten, z.B. Atem-Meditation, gehende Meditation und Selbst-Mitgefühls-Meditation.

Auch der sogenannte Bodyscan gehört zum Repertoire der Trainer und Coachs. Hierbei richtet man seine Aufmerksamkeit auf den inneren Zustand des Körpers und tastet diesen Stück für Stück im Geiste ab.

In Unternehmen, die sich mit Achtsamkeit beschäftigen, werden nicht selten sogenannte achtsame Meetings abgehalten. Diese Treffen zeichnen sich durch eine Minute der Stille aus, mit der sie eingeleitet werden. Gedanklich sind viele der Teilnehmer noch beim vorherigen Meetig oder gar schon beim nächsten – oder eben ganz wo anders. Dem soll entgegen gewirkt werden. Jeder Mitarbeiter praktiziert in dieser Minute Achtsamkeit und erlangt eine körperliche und geistige Anwesenheit. Stehen schwierige oder emotionale Entscheidungen an, bei denen die Nerven mit einem durchgehen können, werden kurze achtsame Pausen eingelegt, bevor die Entscheidung getroffen wird. Auch werden alle Geräte, die Multitasking fördern, also Smartphones, Laptops, Tablets und co., ausgeschaltet oder zumindest beiseite gelegt. Dem achtsamen, vorurteilsfreien Zuhören kommt ebenfalls eine bedeutende Rolle in diesen Treffen zu. Insgesamt steigert sich der Output solcher Meetings enorm und die Dauer verkürzt sich, da man effizienter die relevanten Themen bespricht.

Auch gibt es Mindfulness Motion Angebote in Unternehmen, eine Art achtsames Yoga. Beim stillen Lunch findet ein achtsames gemeinsames Mittagessen statt. Dort wird geschwiegen und bewusst gegessen.

Alle Übungen können ohne weiteres direkt am Arbeitsplatz in wenigen Minuten, effektiv und mit dem Geschäftsalltag vereinbar, praktiziert werden – ohne Kissen, Yogamatte, Sportkleidung etc.

Diese und viele weitere Trainingselemente zielen darauf ab, bewusster im gegenwärtigen Moment zu sein, Gedanken und Gefühle nicht zu bewerten und letztlich zufriedener und achtsamer mit sich und anderen umzugehen. Damit solche Trainings auch nachhaltig effektiv sind, müssen die Teilnehmer ihr Wissen auch im Privaten vertiefen und die Techniken üben. Das Training muss Teil ihres Lebens werden.

Vorteile

Die Teilnahme an Achtsamkeitstrainings:

  • hilft nachweislich, Burnout und psychischen Erkrankungen vorzubeugen. Wer zunehmend auf sich, seine Gefühle und die Umgebung achtet, kann bei Unstimmigkeiten schneller reagieren.
  • führt zu geistiger und körperlicher Entspannung und erhöht die Zufriedenheit mit sich selbst und der eigenen Arbeit.
  • verbessert die Wahrnehmung sich selbst und anderen Gegenüber (Empathie).
  • stärkt die Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeitsspanne.
  • befähigt Mitarbeiter und Führungskräfte durch Erlerntes mit den täglichen Herausforderungen besser umzugehen, indem Gefühle und Gedanken besser wahrgenommen werden und so aktiv gemanagt werden können. Dazu zählt der Umgang mit Stress, (Versagens-)Ängste, innere Blockaden und vieles mehr.
  • steigert das Selbstwertgefühl, die innere Balance und die emotionale Stabilität der Teilnehmer.
  • gibt insbesondere Führungskräften Werkzeuge an die Hand, um Ärger zu bekämpfen. So verbessert sich das Kommunikations- und Zuhörverhalten sowie die Selbstwahrnehmung. Auch hilft es ihnen dabei, die eigene Authentizität zu stärken. Führungskräfte lernen, wie sie mit Sandwichpositionen umgehen und die Abteilung/das Team selbstsicher führen.
  • ermöglicht es durch körperliche Trainingskomponenten Ermüdungen vorzubeugen, sich bewusster zu ernähren, und Symptome frühzeitig zu erkennen, um nicht auszubrennen.

 

All diese Vorteile helfen dabei die gesundheitsbedingten Fehltage zu reduzieren. Auch gewinnen die Teilnehmer innere Ruhe, sind mutiger und kreativer. Sie lernen ihre Aufmerksamkeit zu lenken und schweifen daher seltener ab. Führungskräfte sehen plötzlich andere Wege, die sie einschlagen können, finden konstruktive Lösungen und können Entscheidungen klarer treffen. Die Teilnehmer lernen zudem, sich auf die wesentlichen Themen zu konzentrieren und sich bei der Bearbeitung nicht ablenken zu lassen. Insgesamt sind sie effektiver und zufriedener (im Job und im Privaten). Dies wirkt sich wiederum positiv auf das Engagement, die Fluktuation, die Produktivität und die Mitarbeitermotivation aus. Hiervon profitiert das Unternehmen selbst.

 

Was es bei der Einführung von Achtsamkeit zu beachten gibt

Unbedingt sollten bei der Einführung von Achtsamkeit einige Punkte beachtet werden, anderenfalls können unerwünschte Kosten und weitere negative Nebeneffekte auftreten. Vermeiden Sie es unzertifizierte Achtsamkeitstrainer ins Unternehmen einzuladen. Auch sollten die Trainer schon Erfahrungen im Bereich „Achtsamkeit in Unternehmen“ haben bzw. selbst erfolgreich im Business Kontext sein. Ebenfalls sollte der Trainer selbst Achtsamkeit über mehrere Jahre praktiziert haben, um die gewünschte Expertise aufweisen zu können.

Vermeiden Sie es auch solche Achtsamkeitsprogramme im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung anzusiedeln, da hier oft die Annahmen bestehen, dass mit einem selbst etwas nicht in Ordnung ist, wenn man an solchen Programmen teilnimmt. Mit dieser Herangehensweise könnte sich bei den Angestellten eine Abwehrhaltung entwickeln: Mitarbeiter verschließen sich und der Kurs kann demnach nicht mehr ohne Vorurteile bzw. Voreingenommenheit abgehalten werden. Besser ist es, diese Programme in den Sparten Leadership oder Change Management unterzubrignen.

Finden Sie Mittel und Wege das Thema Achtsamkeit in Ihre Unternehmenskultur zu integrieren. Verzichten Sie dabei auf Images á la Lotusblume, aufeinandergestapelte Steine und sonstige klischeehaften Beispiele. Setzen Sie auf das richtige Wording und machen Sie Ihren Mitarbeitern und Führungskräften das Thema auf einer Ebene zugänglich, die mit Ihrem Geschäftsbereich und unternehmerischen Alltag zu tun hat.

 

Kritik

Obwohl Achtsamkeit kein esoterisches und spirituelles Thema sein muss, haftet ihm gerade in der Geschäftswelt dieses Image an. Neben diesem Glaubwürdigkeitsproblem gibt es weitere Stimmen: So sehen Kritiker Achtsamkeit als eine weitere Methode der Chefetage, die eigenen Mitarbeiter durch mentale Optimierung noch effizienter zu machen.

Um gerade dem großen Misstrauen, den Vorurteilen und den falschen Vorstellungen entgegenzuwirken, ist es hilfreich, wenn sich Führungskräfte aus dem Top Management zu den Praktiken bekennen und ihre eigene Affinität zum Thema nach außen tragen. Diese können zugleich Pilot-Workshops in ihren Bereichen initiieren und Achtsamkeit beispielhaft ihren Abteilungen vorleben. Denkbar ist auch, die Inhalte in bestehende Weiterbildungskurse und das Gesundheitsmanagement zu integrieren.

Peter Bostelmann, Director Global Mindfulness Practice, der bei SAP federführend im Bereich Achtsamkeit ist, meint, man müsse gerade im unternehmerischen Kontext faktenbasiert argumentieren. So stellt er während seiner Achtsamkeits-Vorträge die Ergebnisse einer internen Studie vor. Die Fehlzeiten nach der Einführung des Programms haben sich drastisch verkürzt. Der Return on Investment hinsichtlich des Programms hingegen liegt nachweislich bei 200%.

Auch sagt er: „Bei uns geht es nicht um Effizienzsteigerung des Seelenlebens, sondern um eine Persönlichkeitsentwicklung. Die Mitarbeiter sollen lernen, klarer zu sehen, worauf es ihnen im Leben ankommt – davon profitiert auch ihr Arbeitgeber. […] Es komme auch vor, dass ein Mitarbeiter SAP verlässt.“ Kommt jemand zu dieser Einsicht, sei dies auch im Sinne des Unternehmens. Es geht also keineswegs um Mitarbeiteroptimierung.

 

Fazit

Unser Leben verändert sich und das immer schneller – wir stehen täglich vor neuen Herausforderungen und wissen oft nicht mehr, wo uns der Kopf steht. Achtsamkeit ist ein Zustand, der uns dabei hilft wieder ins Gleichgewicht zu kommen, im gegenwärtigen Moment alles wahrzunehmen, im Innen und Außen, ohne darauf zu reagieren. Dieser Zustand ist die Grundlage, um unsere individuellen Hürden bewältigen zu können, ohne dabei in Panik und der gleichen zu verfallen. Dazu müssen wir unsere geistigen Fähigkeiten im Rahmen von Achtsamkeitsprogrammen trainieren. Es ist alles schon da, wir brauchen nur einen Zugang zur Quelle.

Die Vorteilhaftigkeit und Wirksamkeit solcher Programme wurde mannigfaltig, wissenschaftlich bewiesen. Dennoch besteht aktuell noch viel Misstrauen. Aber gerade in Unternehmen ist Achtsamkeit ein guter Motor für nachhaltige und menschengerechte Personalentwicklung. Sie führt zur Vermeidung von Fehlern, erhöhter Kreativität und größerer Zufriedenheit. Und die Umsetzung von Achtsamkeit kann dabei helfen, sich besser auf die anstehenden Umbrüche im Unternehmen sowie allgemein der Welt vorzubereiten: Sie hilft uns dabei, bewusster mit uns und anderen umzugehen. Wir kommen vom Ich zum Wir.

Bei Achtsamkeit geht es also um viel mehr als nur die Reduzierung von Stress. Es geht auch darum das Zusammenleben gemeinsam und aktiv zu gestalten, sowie dessen Qualität insgesamt zu verbessern. Somit hilft Achtsamkeit, wie Chade-Meng Tan es bereits in seiner Vision manifestierte, letztlich dabei, etwas zum Weltfrieden beizutragen: Einer für alle und alle für einen.

 

Quellen:

MSBR-MBCT Verband, URL: https://www.mbsr-verband.de/, letzter Zugriff: 15.05.2019

Haufe Akademie: WARUM ACHTSAMKEIT FÜR IHR UNTERNEHMEN WICHTIG IST, 10.06.2019, URL: https://www.haufe-akademie.de/blog/themen/persoenliche-kompetenz/achtsamkeit-im-unternehmen/, letzter Zugriff: 15.06.2019

Berliner Zeitung (Lachmann, Akiko.): Konferenz der Stille, 01.03.2019, Nummer 51

Loving HR Podcast: Mindful Leadership mit Angelika von der Assen, 30.01.2019, Nummer 52

Tan, Chade-Meng: Search Inside Yourself. Optimiere dein Leben durch Achtsamkeit, 6. Auflage, München: Wilhelm Goldmann Verlag, 2015